Tag 16 – Camp 3 bis Camp 4 „Strand“

17. MÄRZ 2018
ABFAHRT – 08:15 UHR / ANKUNFT – 14:00 UHR
TAGESETAPPE – 73 KM / GESAMT – 6.086 KM

Wir müssen früh starten, da sich heute entscheidet, ob die Strandpassage möglich ist. Diese ist abhängig von einem günstigen Zeitpunkt der Ebbe. Also frühstücken wir um 7 Uhr bei 15°C – für uns eine lausige Kälte – und der Tross setzt sich kurz nach 8 Uhr in Bewegung.
Die Strecke folgt vorwiegend bestehenden Pisten ohne großen Anspruch. Und so nutzen mehrere Teams – auch wir – die obligatorischen Stopps zu staubigen Manövern im Wüstensand.

Gegen 11 Uhr dann die freudige Nachricht: die Strandfahrt ist möglich!
So machen wir uns in Richtung Küste auf und stoppen 20 Minuten später am Atlantik. Dieser macht erstmal einen unspektakulären Eindruck mit seichtem Ufer, unbefestigter Piste und dem reichlichen Plastikmüll.
Nach 15 Kilometern erreichen wir den Ort, wo die Dünendurchfahrt an den Sandstrand geplant ist. Da eine Ortschaft in der Nähe ist, sind wir schnell von schwarzen, buntgekleideten Menschen umringt. Der Großteil sind Kinder, die umherflitzen um kleine Geschenke, Fußbälle und Süssigkeiten einzusammeln. Es ist ein wildes, lautes Gewusel!

Kurz vor 13 Uhr erfolgt die Einweisung und dann werden alle Fahrzeuge einzeln über die Düne geschickt:
im kurzem Anlauf möglichst viel Fahrt aufnehmen – in tiefem Sand die Kontrolle behalten – kurz vor dem Ufer scharf nach links auf den Strand einbiegen.
Dieses Kunststück gelingt fast allen. Die wenigen Steckenbleiber werden mit vereinten Kräften wieder flott gemacht und nach 45 Minuten steht der Konvoi auf dem festen Sandstrand. 11 Kilometer geht dann die Tour den Strand entlang zum geplanten Stopp. Alle parken die Fahrzeuge möglichst weit von der Wassserlinie entfernt. Volker weist uns auf die gut zu erkennende Flutlinie hin und wir geben beim Rückwärs-Einparken alles, um jenseits davon zu stehen.

Nach Tagen können wir in angenehm warmen Wasser endlich wieder ein Bad genießen!
Plötzlich kommen Fischer heran, deren bunte Boote schon während der Fahrt present waren und bieten ihren Fang feil. Das Team „Hachinger Frischlinge“, immer auffällig durch seine laubfroschgrünen Subaru, kauft Hummer. Wir erwerben für 5 Euro acht schöne Doraden. Diese werden aufwendig geputzt, gewürzt und in Alufolie bei den Nachbarn auf dem Rost über Treibholzfeuer gegrillt.
Ach, es sind wohl keine Doraden – das Fleisch ist wie Mus und es schmeckt fürchterlich. Wir müssen den Fisch entsorgen und holen uns Rügenfisch-Dosen aus den Vorräten!

Der weitere Abend mit leichten Getränken und entspannten Unterhaltungen entlang des, von uns belagerten Küstenstreifens könnte bei der spektakulären Kulisse nicht angenehmer verlaufen!

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