Tag 18 – Ruhetag Nouakchott

19. März 2018
ABFAHRT: 11:30 Uhr / ANKUNFT: 18:00 Uhr
TAGESKILOMETER: 55 / GESAMTKILOMETER: 6.277

Gestern Abend wurde uns ein Termin mit einem einheimischen Mechaniker für die Auspuffreparatur vermittelt. Der soll gegen 10 Uhr erscheinen – auch andere Teams erwarten ihn, denn nach den rabiaten Wüstenetappen sind einige kleine und große Instandsetzungen erforderlich.
Unser Frühstück nehmen wir bei 22°C mit Seeblick, aber windgeschützt ein. Wir räumen die Sprinter auf, machen sauber und ordnen unsere Ausrüstung. Die entspannte Stimmung schlägt bald in Unruhe um, der Mechaniker lässt sich bisher nicht blicken…

Um halb 12 reißt der Geduldsfaden! Wir fahren mit unseren Sprintern die 15 Kilometer in die mauretanische Hauptstadt und begeben uns auf die Suche nach einer Werkstatt. Kann ja so schwer nicht sein! Tatsächlich finden wir relativ schnell die Handwerksstraße – und zwischen Tischlereien einen Metallfachbetrieb. Die notwendige Aufgabenstellung ist schnell erläutert und der alte Halter an ein neues Stück Rohr geschweißt – mit Sonnenbrille!
Etwas schwieriger ist die Montage unterm Fahrzeug. Da die Bürgersteige aus feinem Saharasand bestehen, dürfte es unterm Auto jedoch nicht all zu unbequem sein…
Man sollte immer den Preis vorher verhandeln! Nach abgeschlossener Reparatur erscheinen uns die nun geforderten 50 Euro eher wie ein Wochenlohn – aber wir müssen bezahlen. Na, wenn es jemand braucht, dann die Jungs hier.

Wir haben hier, wie schon in Marokko, eine Verabredung in der deutschen Botschaft. Bis dahin ist aber noch Zeit und so wollen wir uns ein Straßencafé oder Restaurant suchen und cruisen durch die Stadt. Leider ziemlich erfolglos, es gibt hier eigentlich nichts. Alles wirkt eher wie ein heruntergekommenes, großes Dorf. Und am Stadtrand alles voller Müll!
Volker hat die Idee, für den Rallye-Tross frische Melonen zu kaufen. Kann doch nicht die Welt kosten. Ja denkste! Umgerechnet 7 Euro pro Melone (und wir wollten 7 Stück nehmen). Das ist uns doch zu teuer und wir verzichten.
Aber logisch: es ist kostspielig mitten in diesem wüsten Land frisches Obst zu besorgen.

In der Botschaft werden wir herzlich begrüßt und berichten von unserer Reise und deren Zweck. Die Einladung zu Kaffee und Kuchen nehmen wir gern an und lassen uns von die Arbeit der Botschaft sowie die gesellschaftlichen Zustände erläutern. Und auch unsere mauretanische Molbilfunkkarte wird endlich freigeschaltet und so können wir uns nach den Wüstenetappen wieder mit unserer Internet-Berichterstattung und auch persönlich zuhause melden.
Es war ein anregender, gemütlicher Nachmittag und bei nachlassender Hitze erreichen wir den Campingplatz. Und während die einen schrauben und die anderen baden gehen, wird ein Alphorn im Sonnenuntergang geblasen – schön schräg!

-
previous arrow
next arrow
PlayPause
ArrowArrow
Slider

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.